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Start Spielberichte 1. Herren Zwei enttäuschende Spieltage

Zwei enttäuschende Spieltage

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Die 1. Herrenmannschaft des TuS Dichtelbach hat es in dieser Spielzeit in der Verbandsoberliga nicht leicht. Das war schon vor der Saison klar. Darauf war man vorbereitet. Trotzdem gibt es hin und wieder Spieltage, an denen man sich Zählbares ausrechnet und auch mit dem entsprechenden Elan zu Werke geht. Solche Spiele rechnete sich das Team gegen die DJK SV RW Finthen und die SF Nistertal 07 aus – und wurde bitter enttäuscht.

Am 20. November fand das Heimspiel gegen Finthen statt. Die guten Eindrücke und Emotionen, die man beim Sieg gegen Wittlich und dem Aufbäumen gegen die Lokalmatadoren aus Simmern gewonnen hatte, sollten in die Partie mitgenommen werden. Doch gleich zum Auftakt wieder einmal zwei bittere Fünfsatz-Niederlagen in den Doppeln. Während das Spitzenduo Arturo Pastoriza/Dario Stenzhorn seiner Bezeichnung leider nicht gerecht wurde und mit 0:3 gegen Stippich/Christmann unterging, hielten die Kombinationen Nico Ballbach/Torsten Musshoff und Tobias Weber/Joel Mähringer sehenswert dagegen und erzwangen in beiden Fällen den Entscheidungssatz. Beide Male unterlag man dort dann jedoch mit 7:11. Und als Außenseiter ist klar: Wenn man die knappen Spiele schon nicht zu seinen Gunsten entscheidet, wird es schwer bis unmöglich, die gesamte Partie zu gewinnen. Ein verpatzter 0:3-Start wirkt sich oftmals auch mental auf die folgenden Einzel aus.

Doch entgegen dem üblichen Verlauf steckten die Dichtelbacher nicht auf und bewiesen erneut eine gute Moral. Im vorderen Paarkreuz gewann Arturo gegen Jan Stippich in einem sehr guten Spiel mit 3:2 und 11:3 in Satz fünf. Die Rückhandnoppe seines Gegners, der dieses Material gekonnt offensiv einzusetzen weiß, bereitete dem Dichtelbacher kein Kopfzerbrechen. Nachdem Nico anschließend gegen den 2000-Punkte-Mann Stadler keine Überraschung gelang, zeigte das mittlere Paarkreuz ebenfalls gutes Tischtennis. Dario bezwang Lautebach nach einigen langen und spektakulären Ballwechseln verdient in vier Durchgängen. Tobias konnte endlich seinen ersten Einzelsieg in der Verbandsoberliga feiern. Mit 3:0 gelang ihm sein Erfolgsdebüt gegen Christmann. Damit war der TuS nun auf 3:4 dran an Finthen und die Heimfans erhofften sich noch ein spannendes Duell in der Römerhalle an diesem Sonntagmorgen.

Doch das Aufbäumen brach leider mit der erneuten Fünfsatz-Niederlage von Torsten gegen Hofmann ab. Das Spiel auf Augenhöhe ging am Ende knapp an die Gäste und Torsten tippte sich nach dem Handschlag mit seinem Gegner an die Stirn: „Er war in meinem Kopf. Nur deshalb habe ich das Spiel verloren.“ Tischtennis ist eben oftmals reine Kopfsache. Joel konnte am Paralleltisch leider überhaupt nicht an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Beeinträchtigt durch seine plötzlich bessere Sehkraft unterlag er gegen den mit Hexagon-Schläger spielenden Stanke glatt in drei Sätzen.

Anschließend unterlag das vordere Paarkreuz in der zweiten Einzelrunde ohne einen Satzgewinn. Dario allerdings zeigte sich in sehr guter Verfassung und konnte auch das zweite Einzel gegen Christmann in vier Sätzen für den TuS erringen. Das war allerdings der letzte Zähler zum 4:8 für Dichtelbach, denn die Niederlage war anschließend durch eine weitere 2:3-Pleite der Heimmannschaft besiegelt. Tobias musste hier am Ende Lautebach zum Sieg gratulieren.

Fazit der 4:9-Niederlage: Hier wurden die entscheidenden Chancen ausgelassen. Vier Fünfsatzniederlagen zeigen, dass man den Gegnern gut Paroli bieten konnte, am Ende allerdings die Abgeklärtheit fehlte. Manchmal sind Fünfsatz-Entscheidungen reine Kopfsache.

Am 26. November folgte das Auswärtsspiel bei den SF Nistertal 07. Die Gastgeber standen vor dem Spiel ebenfalls auf einem Abstiegsrang und angesichts des leicht angeschlagenen Brett 1 der Gastgeber, Johannes Rahn, rechnete man sich gegebenenfalls Siege im vorderen Paarkreuz aus. Rahn, ebenfalls ein Spieler mit über 2000 Punkten im QTTR, hatte zuvor alle Einzel gegen Mündersbach und Simmern verloren. Im Nachmittagsspiel gegen Wittlich war er überhaupt nicht zum Einsatz gekommen. Am Samstagabend war er jedoch mit von der Partie und sollte auch im Spielverlauf seine Klasse und Cleverness demonstrieren.

Die Doppel mussten umgestellt werden, da Dario leider berufsbedingt nicht teilnehmen konnte. Für ihn sprang mit Jonas Heydt ein guter Ersatzspieler ins hintere Paarkreuz ein und Torsten rutschte in die Mitte. Das neue Topduo Arturo/Nico überzeugte trotz kleiner Abstimmungsprobleme in den ersten beiden Sätzen gegen Rahn/Binge und führte bald mit 2:0. Satz drei ging an die Gastgeber und in Durchgang vier hatte man die Kontrahenten schon bei der 6:3-Führung am Rande einer Niederlage, als Binge mit seinem Schläger gegen eine Matte am Rand der Box boxte. Doch ein geschickt genommenes Time-Out durch die Gegner verhalf den Westerwäldern wieder in die Spur. Sie konnten folglich auch den fünften Satz zum großen Frust der Dichtelbacher für sich entscheiden. Da war definitiv mehr drin gewesen für die Hunsrücker. Am Nachbartisch unterlagen Tobias/Joel dem Brüderpaar Beib/Beib in vier Durchgängen. Abschließend mussten sich auch Torsten/Jonas in der gleichen Höhe dem Doppel Müller/Müller beugen. Das Dichtelbacher Duo hatte jedoch ebenfalls seine Chancen, führt sogar zu Beginn mit 1:0 in den Sätzen. In Satz vier fiel die Entscheidung auch erst beim 14:12 für Nistertal. Erneut ein enttäuschender 0:3-Start für Dichtelbach.

Die Einzel sind im Anschluss schnell zusammengefasst: An eine gute Normalform kamen hier lediglich Arturo, der sein ersten Einzel gegen Moritz Beib in drei knappen Sätzen gewinnen konnte, und Jonas Heydt heran. Jonas führte in einem sehr ansehnlichen Spiel zwischenzeitlich gegen Sascha Müller sogar mit 2:1 Sätzen und war dem Sieg im vierten Durchgang bei 9:9 sehr nah. Doch dann verließ ihn etwas die Traute und der Sieg ging ebenfalls in fünf Sätzen an den Gegner. Die übrigen Dichtelbacher Spieler haderten mit dem Ball und mit ihrer Form. Kapitän Nico Ballbach völlig niedergeschlagen: „So schlecht war ich lange nicht drauf. Spielerisch und mental.“

Trotz des 1:9-Dämpfers aus Dichtelbacher Sicht, verweilte man noch ein wenig in der Halle der Nistertaler, die Spießbratenbrötchen vorbereitet hatten. Nach dem einen oder anderen Bier traten die TuS-Akteure als Tabellenschlusslicht dann die weite Heimreise in den Hunsrück an.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 03. Dezember 2022 um 15:25 Uhr  

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